Letzte Etappe vor dem Alpenhauptkamm


Am frühen Morgen geht es wieder los. Bei sonnigem Wetter geht es direkt steil hinauf von der Braunschweiger Hütte zum Rettenbachjoch. Zum Glück haben wir uns für diese Variante entschieden. Den anderen Weg Richtung Pitztaler Jöchl ist deutlich durch eine bunte "Perlenkette" sichtbar. Wandergruppe an Wandergruppe klettern Richtung Gipfel. Bei unserem Weg sind es nur ein paar wenige Wanderer. Und auf dem Gletscher werden wir dann auch noch mit einer "Abfahrt" den Gletscher hinab belohnt. Zuletzt geht es noch bis zur Rettenbach Gletscher Arena. Von dort aus wollen wir mit dem Bus nach Sölden. Diese Fahrt von max. 10 Minuten kostet unverschämte 15€ pro Person. Das ganze im Linienbus und nicht im Taxi. Die Fahrt dann von Sölden nach Vent im Landbus kostet 10€ für alle und das für etwa 25 Minuten fahrt.
In Vent angekommen beginnt dann unser letzter Anstieg des Alpencrosses. Lange geht es zäh und eher langweilig Richtung Martin-Busch Haus. Durch eine erzwungene Umleitung durch einen Erdrutsch wird der Weg ein wenig interressanter und geht direkt am Niedertalbach entlang. Aber das Ende des Weges zur Hütte geht wieder schleppend hinauf. Endlich ist die Hütte in Sicht und direkt vor den ersten Regentropfen erreichen wir unsere letzte Schlafstätte in den Alpen. Das Martin-Busch Haus liegt sehr schön auf 2501 m gelegen. In der Hütte herrscht schon langsam italienisches Flair. Das Essen lässt zu wünschen übrig und die Getränke sind so teuer wie nirgends anders auf dem E5. Diese Preise seien aber normal in dieser Gegend erwiderte der Hüttenchef auf meine Anfrage.
Da viele Wanderer des E5 die Tour ohne vormalige Buchung der Übernachtungen vornehmen sind die meisten Hütten übervoll, so auch die Martin Busch Hütte. Die letzte Nacht in den Bergen verläuft aber ziemlich ruhig.