Gortipohl 2013

Unser Bikewochenende 2013 gehört schon wieder der Vergangenheit an.

Erster Biketag


Am Donnerstag den 20. Juni starten wir ins Montafon. Nach Bezug unserer schönen Unterkunft gehts ab Richtung Garfrescha über die Serpentinenstrasse hoch zum Brunellawirt. Während der Auffahrt bemerkt Arnulf ein leichtes ruckeln in der Kurbel. Mit Minitool versucht Arnulf die Kurbel wieder zu fixieren. Ein paar Höhenmeter später unternehme ich einen Versuch die Kurbel mit etwas mehr Gewalt festzuschrauben. Immerhin hält Sie dieses mal etwas länger. Bei inzwischen 35°C wird es jedem der Biker warm genug. Die Fahrt durch den Wald bringt leider keine Abkühlung. Denn die Sonne steht zu steil und es gibt keinen Schatten auf der Strasse. Beim Brunellawirt wird erst einmal genüsslich der Flüssigkeitshaushalt reguliert und verlorene Kalorien wieder aufgefüllt. Nachdem alle einigermassen erholt sind geht es weiter mit der zweiten Etappenhälfte, steil hinauf zur Nova Stoba. Hier geht es auf einer Schotterstrasse weiter, die aber weitaus humaner zu fahren ist wie die zuvor doch sehr steile Strasse. An der Weggabelung zur Alp Nova machen wir eine kurze Rast und legen uns in die grüne Wiese und lassen uns die Sonne auf den "Pelz" brennen. Carsten, Hansi und Arnulf beschliessen die steile Rampe zur Nova Stoba in Angriff zu nehmen. Sonja, Michael und ich drehen um und fahren zuerst über die Strasse, dann die Skipiste und zuletzt über einen schönen Trail wieder hinab ins Tal. Direkt an unserem Haus kommen wir wieder hinaus. 
Carsten, überwiegend fahrend, Hansi, halb fahrend und schiebend und Arnulf, überwiegend schiebend, erreichen ca. 1/2 h später über die bis zu 20% steile Piste Nova Stoba.
Nach einem kurzen "isotonischen Getränk" geht es noch ein kurzes Stück hinauf um dann einen schönen, verblockten Trail in Angriff zu nehmen. Jetzt ist es Hansi der den schiebenden Teil übernimmt. Die anderen beiden, mit Fullys ausgestattet, haben es da schon etwas leichter den Pfad zu befahren. 1.5 h benötigen die 3 für die Fahrt ins Tal. Am Abend gibt es Spaghetti mit Pesto.

Zweiter Biketag

Früh am Morgen wollten wir los. War wohl nichts! Erst um 9.00 Uhr starten wir Richtung Silbertal. Zu Beginn geht es gemütlich den Radweg hinab nach Schruns um dann hinter dem Hochjoch wieder hinauf ins Silbertal zu fahren. Das Wetter spielt auch heute mit. Zuerst leicht bedeckt und danach schöner Sonnenschein. Im Hasahüsli machen wir bereits um 10.30 Uhr eine kurze Pause und stärken uns mit Flädlesuppe oder Apfelkuchen. Dann kurz nach dem Hasahüsli gehts die ersten steilen Rampen hinauf ins Silbertal. Zum Glück kommen direkt nach den sehr steilen Rampen immer wieder flache Teilstücke bei welchen man sich immer wieder erholen kann. Der Weg hinauf Richtung Langsee ist wirklich unglaublich. Ein wunderschönes Tal, kein Strassenverkehr, langsam der Übergang an der Baumgrenze. An der Oberen Freschalpe ist dann fertig mit fahren. Schiebe- und Tragepassagen wechseln sich ab. Der Wanderweg ist zu verblockt und auch komplett aufgeweicht. Dann kurz vor dem Verwalltal das Hochmoor  rund um den Langsee. Erst danach kann wieder auf kurzen Abschnitten gefahren werden. Im Verwalltal gehts es für uns weiter hinauf Richtung Heilbronner Hütte, wieder fahrend bis zu einer kleinen Brücke über die Rosanna. Jetzt nach ca. 40 km geht die Tour erst richtig los. Zuerst einen kleinen steilen Grat hinauf dann oben auf sumpfigen Wiesen direkt über die ersten Schneefelder. Diejenigen die bisher noch Ihr Bike geschoben haben müssen jetzt auch Ihr Ross schultern. Der Schnee bleibt im Profil der Reifen hängen und macht ein Schieben unmöglich. Nach ca. 1.5h erreichen wir sichtlich erschöpft mit klatschnassen Füssen (ausser Michael) um ca. 16.30 Uhr die Heilbronner Hütte. Gerade als wir die Terrasse der Heilbronner Hütte erreichen zieht es langsam zu. Die Terrasse selbst ist aber herrlich aufgeheizt von der Sonne. Kurzerhand ziehen wir unsere Schuhe und auch die nassen, übel riechenden Socken aus und legen uns direkt auf den Boden. Der heisse Belag brennt an den Waden aber die Wärme tut allen gut. Dann als der Hüttenwirt das Essen bringt sind wir wieder alle nahezu trocken und aufgewärmt. Vor der Abfahrt nach Gortipohl zieht es komplett zu. Die Wolken hüllen die Heilbronner Hütte in ein dichtes Nebelmeer. Sämtliche Klamotten die sich in den Rucksäcken befinden werden angezogen. Mittlerweile zeigt das Thermometer nur noch 9°C und keiner hat Lust bei der rasanten Abfahrt Richtung Kops Stausee sich noch eine Erkältung zu holen. Regenjacken und -hosen, Beinlinge, Armlinge, Helmmützen, Kopftücher, alles wird an alle verteilt. Die Abfahrt ist dann schnell erzählt: Höhenmeter die den ganzen Tag erklommen wurden sind innerhalb einer 1/2 h vernichtet. Erst an der Ill entlang folgt dann am Ende noch ein wunderschön, flowiger Trail. Mit den ersten Regentropfen des Tages erreichen wir fix und fertig aber total überwältigt von der langen anstrengenden Tour unser Haus um 18.30 Uhr. Das Grillfleisch, die Salate und die nötigen Getränke bringen die Energie die den ganzen Tag hinüber "verradelt" wurden zurück. Trotzdem gehen alle, wieso auch immer :-) noch am "selben" Tag ins Bett.