Anreise und 1. Etappe

Am Donnerstag den 17.08. gehts nun endlich los. Unzählige Trainingskilometer auf dem Ergometer im Winter und Frühjahr und danach auf dem Bike liegen hinter uns. 
Ab Singen geht es mit dem Zug über Ulm nach Oberstdorf. Dies ist für uns die beste Verbindung ins Allgäu. Über Lindau ist die Umsteigezeit zu knapp.  Daher mit dem Zug über Ulm.
Auf den letzten 40 Kilometern schafft es die Bahn tatsächlich 35 Minuten Verspätung einzufahren (mit dem Bike wären wir sicher schneller in Oberstdorf angekommen).
Mit dem Bike im überfüllten Oberstdorf geht es ca. mit dem gleichen Tempo weiter wie zuvor auf den Schienen. Nach kurzer Suche sind wir auch dann am Gasthof Petra.
Da erst mal das Zimmer beziehen und dann wieder direkt zu Fuss in die City. "Was für Menschenmassen", hoffentlich wird das die nächste Woche besser. Bei schönem Wetter ist ganz Oberstdorf mit deren Touris auf den Beinen. Gegessen wird in unserem Gasthof "Wienerwald". Ja das gibt es noch, aber warum kann ich nach dem Essen nicht sagen. Es hat sagen wir mal so, komisch geschmeckt. Hätte vielleicht auch Hühnchen essen sollen und kein Salat. Michaels Essen war aber auch nicht besser. Immerhin sitzen wir schön im Biergarten.
Danach nochmal in den Ort und noch was trinken gehen. Später dann ab aufs Zimmer. Das Fenster auf und lecker, es riecht nach Küchenfett, trotzdem das Fenster bleibt auf. Hier drin wäre es sonst viel zu warm. Später dann in der Nacht ist der Küchengeruch weg, jetzt riecht es nach Abfluss, ist auch nicht besser, also Fenster zu.

Am nächsten Morgen wollen wir früh raus. Gestern haben wir noch abgeklärt, dass es für uns "schon" ab 8 Uhr Frühstück gibt. Ja, wir sind pünktlich, grosse Teile des Frühstücks leider nicht. Müsli gibt es keines, Vollkornbrötchen angeblich erst später. Also Semmeln mit Marmelade und ein typischer Kantinenkaffee und etwas ähnliches wie Orangensaft dazu (hatte immerhin die gleiche Farbe wie O-Saft). Nach dem Frühstück also so schnell wie weg hier. Der Alpencross 2017 beginnt.

Zu Beginn geht es relativ entspannt ins Rappenalptal Richtung Sprungschanzen. Herrlich die Stille hier nur ein paar Rindviecher stehen auf der Weide und grasen. 
Langsam warm getrampelt geht es nun steil hinauf Richtung Speicherhütte. Kurz vor der Hütte kommt eine ganze Familie von hinten angeprescht. Leicht aufrecht sitzend rasen Sie den Berg hoch. Zu Beginn dachte ich noch "Sportliche Truppe" aber dann. Kein keuchen zu hören, dickes Unterrohr am Bike und ein leichtes Summen war zu vernehmen.  
E-MTB diese Art der Fortbewegung sollte uns die ganze Woche begleiten. Immer wenn wir typische Wanderregionen durchqueren in welchen auch E-Bikes vermietet werden sind Sie unterwegs.
Ob in Oberstdorf, Lech, Ischgl, Glurns, Bormio überall erklimmen die mehr oder weniger sportlichen Biker das Hochgebirge. 

Nach einer kurzen Pause auf der Hütte und den ersten Müsliriegel der Tour brechen wir auf zum Schrofenpass. Ab hier gibt es, wen wundert es, keine elektrisch betriebenen Fahrräder mehr. Hat es doch einige Schiebe- und Tragepassagen Richtung Gipfel. Oben angekommen die Aussicht geniessen und weiter Richtung Warth von dort nach Lech zur Einkehr in das Hotel Krone. 
Nach der sehr guten Stärkung geht es noch die letzte Steigung zur Freiburger Hütte hoch. Bei schönem Sonnenschein geniessen wir noch die letzten Stunden des Tages. Morgen soll es bei schlechterem Wetter weiter gehen.