Von der Stettiner Hütte ins Ultental "Rasend abwärts"

Als Erste verlassen wir die Stettiner Hütte und fahren über das Eisjöchle ins Pfossental hinab. Die ersten paar Meter müssen wir noch schieben und tragen. Dann geht es aber per Bike hinab. Den wunderbaren Trail können wir ohne Wanderer geniessen. Erst kurz vor den Eishöfen kommen uns die ersten Fussgänger entgegen. Weiter geht es Richtung Schnalstal und in den Vinschgau. Bei inzwischen herrlich schönem Wetter fahren wir bis Partschins um unsere nächsten Höhenmeter mit der Aschbachbahn in Angriff zu nehmen. Von Aschbach aus fahren wir dann an das Vigljoch hinauf. Hier "geniessen" wir wieder unsere Nudelsuppe und ein Skiwasser, welches nach Aperol schmeckt. Den "Aperol" lassen wir aber schleunigst zurückgeben. Der Koch quittiert diese Reklamation umgehend mit einem mürrischen Kommentar. Erst nachdem die versammelte Küchenmannschaft das "Gesöff" probiert, wird ohne weiteren Einwand ein Ersatzgetränk (diesesmal Apfelschorle) serviert.
Danach starten wir Richtung Ultental. Wir versuchen so weit wie möglich ins Tal hineinzufahren ohne viel Höhenmeter zu verlieren. Nach ein paar sehr steilen Rampen am sonnigen Südhang fragt mich Michael nach dem Sinn dieses Auf und Ab's und wir beschliessen kurz darauf ins Tal herabzufahren um die Strasse Richtung St. Gertraud zu nehmen. Am Ende beim Schlussanstieg beginnt es zu Gewittern. Das Donnern und Blitzen direkt über unseren Köpfen lässt ungeahnte Kräfte frei und wir fahren nach "Tour de France" Manier in St. Gertraud ein. Vor dem ersten grossen Regenguss erreichen wir unsere Pension. Nach der Dusche und dem Abendessen werden noch schnell die Bremsbeläge an meinem Hinterrad erneuert. 
Die Villa Elisabeth entpuppt sich als absolute Attraktion. Wir nächtigen in einem ca. 1.5 Meter hohen Raum direkt unter dem Dach im 2. OG. Auf ca. 40qm sind 3 Zimmer für 9 Personen eingerichtet. Zugang über eine "Hühnerleiter". Die Toilette ist im Erdgeschoss, die Dusche im Keller. Die Wirtin selbst ist aber Klasse. Ausserdem ist das die einzige Möglichkeit in der Hochsaison im Ultental bei nur einer Übernachtung ein Zimmer zu bekommen. Auch liegt die Pension günstig am Talausgang Richtung Rabbijoch. Um 21 Uhr ist "Schicht im Schacht". Der Regen der auf das Dachfenster prasselt wird nur die ersten paar Sekunden wahrgenommen. 77 km / 2451 hm - 400 hm nach Aschbach hoch.

Blick zurück auf die "Stettiner Hütte".