Von der Fleckner Hütte aufs Eisjöchle "Radwandern"

Früh Morgens raus, Frühstück bei herrlichen Bedingnungen und ab aufs Bike. Wir haben heute doch so einiges vor. Zuerst geht es runter ins Passeiertal. Während der Abfahrt sehe ich Pilze als Fotomotiv am Wegesrand. Nachdem die Bilder im Kasten sind entdecke ich eine lose Speiche am Hinterrad. Das Zentrieren der Felge funktioniert nicht wirklich gut. Da wir Morgen den Trail ins Pfossental fahren wollen lassen wir das Rad bei einem Händler zentrieren. Der macht seine Werkstatt aber leider erst um 10.30 Uhr auf. Aber immerhin ist er dann in 30 Minuten nach einem Cappucino fertig. Durch die zeitliche Verzögerung wollen wir mit dem Bus bis nach Pfelders fahren. Im Verkehrsverbund Passeiertal gibt es einen einzigen Bus der keine Räder transportieren kann. Genau dieser hält um 11 Uhr an der Haltestelle. Der Fahrer bleibt hart und lässt uns draussen stehen. Was nun? Ein Bikeshuttle muss her. Schnell geordert und dann sind wir sogar noch vor dem Bus in Pfelders. Um kurz vor 12 Uhr sitzen wir für heute das erste mal so richtig auf den Bikes. Aber nur bis zur Lazinser Alm. Speicher füllen ist angesagt. Ab jetzt wird gewandert. 1000 Hm auf ca. 8 km Länge liegen vor uns. Im Zickzack geht es den Berg hinauf. Fahren wäre teilweise möglich aber die Wasserrinnen quer über den Pfad zwingen einen ständig abzusteigen. Da macht schieben doch mehr Sinn. Hier oben wird die Luft doch langsam dünn, zum Glück hat es heute ein paar lockere Wolken, denn es ist uns auch so warm genug. Nach 3 Stunden schieben und tragen erreichen wir mit leeren Trinkflaschen total erschöpft die Stettiner Hütte. 
Hier oben sind die Biker eindeutig in der Unterzahl. 4 Biker und ca. 100 Wanderer sprechen eine deutliche Sprache. Der Weg hier hoch ist den meisten mit dem Rad zu beschwerlich. Warmes Wasser gibt es hier oben nicht. Duschen erst recht nicht. Als wir nackt im WC stehen und uns waschen kommt ein junger Wandersmann hinein. Mit entsetzdem Blick geht er schnurstracks wieder hinaus und schliesst artig die Türe. Der strenge Geruch im Massenlager wundert uns später dann auch nicht wirklich.
Das Essen auf der Hütte ist super. Draussen auf der Terrasse zu sitzen ist trotz des Nieselregen deutlich gemütlicher als in der überfüllten Stube. Erstens hält sich der Lärmpegel in Grenzen und der Sauerstoffgehalt ist deutlich höher als in der Hütte. Immerhin können wir auch noch einen Steinbock mit seiner Familie beobachten. Um kurz vor 10 Uhr geht es ab in unser "kleines" 12er Zimmer. Da ich am offenen Fenster liege kann ich ohne grosse Probleme die Nacht geniessen. Diverse Schnarcher versuche ich mit meinen obligatorisch in der Nacht getragenen Ohropax in den Hintergrund zu verdrängen.
Hier gibt es die GPS - Daten.

Steinbock oberhalb der Stettiner Hütte.