Vom Ultental zum Rifugio Graffer "lecker Pizza"

Um 7 Uhr sitzen wir bereits am Frühstückstisch. Die Nacht war trotz unserer kleinen "Zelle" sehr gut. Bereits vor 8 Uhr starten wir Richtung Rabbijoch. Zuerst im Schatten dann bei Sonnenschein geht es immer steiler Hinauf zur Rabbihütte. Auch während dieser Etappe sind wir wie bisher alleine unterwegs. Die Ruhe tut unglaublich gut. Hin und wieder tauchen ein paar Wanderer auf. Diese sind aber alle unglaublich nett. Mit vielen kommt man direkt ins Gespräch und die Meisten fragen neugierig, was und wie, wohin wir wann wollen.
Auf  der Rabbihütte verspüre ich zum ersten mal diese Woche keinen Appetit. Michael nimmt wieder eine Suppe zu sich, ich begnüge mich mit 2 Apfelschorle.
Dann beginnt einer der Höhepunkte der Tour. Wie in vielen Bike Zeitschriften gerne verwendetes Vokabular kann auch ich nur sagen: Der "flowig, epische" Trail nach Piazzola hinunter ist eine Pracht. Auf weichem Untergrund verläuft der Trail im Zick-Zack den Berg hinunter. Leider ist der Weg mit Tellerminen von Kühen nur so gespickt. Macht aber nichts am Abend wird sowieso geduscht und auch das Bike wird wieder einmal gründlich gewaschen. Nach der rasanten Abfahrt nach Male geniessen wir in einem herrlichen Garten eine leckere Pizza. Ab Dimaro geht es nur noch aufwärts Richtung Madonna di Campiglio. Der Bikeweg führt in Serpentinen durch den Wald. Hin und wieder müssen wir uns schleunigst auf die Seite begeben. Rasende Italiener kommen uns meist "zu schnell" entgegen. Der Anstieg will und will nicht enden. Aber irgendwann kommen wir doch oben an. Die letzten 400 Hm zum Rifugio Graffer fahren wir wieder mit der Gondel hoch. Wir sind nicht die einzigen, die diese Aufstiegshilfe nutzen. Denn auch heute zeigt das Thermometer wieder über 30°C.
Zum Glück haben wir vorreserviert. Das Rifugio ist rappelvoll. Der Wirt schickt sogar Wanderer und Biker wieder weg weil alles ausgebucht ist.
Das Essen im Rifugio sagen wir mal so, ist verbesserungswürdig. Für das Duschen muss extra bezahlt werden. Und ein Liter Aqua naturale aus der PET-Flasche für 4.40 € ist auch nicht gerade ein Angebot. Immerhin ist die Aussicht von der Sonnenterrasse gigantisch. Um 21.30 Uhr geht es mit etwas seltsamen Gefühl im Bauch ins Bett. 56.26 km / 2773 hm - 600 hm durch Grostebahn in Madonna di Campiglio.
Hier gibt es die GPS - Daten.

Blick zurück ins Ultental.