Vom Rifugio Graffer zum Gardasee "doch kein Finisher"

Bereits in der Nacht fühle ich mich wirklich mies. Ich verbringe fast mehr Zeit auf der Toilette als im Bett. Morgens bin ich, wen wundert es, total gerädert. An Frühstück ist nicht zu denken. Da ich aber doch etwas zu mir nehmen muss gibt es einen Apfel. Der, klein zerbissen, bleibt wenigsten drin. An die normale Route Richtung Riva ist nicht zu denken. Was bleibt, ist zurück nach Madonna di Campiglio. Von dort geht es dann die Strasse runter. Nach 40 km bergab ist in Tione endgültig fertig. Nichts geht mehr. Die Speicher sind leer. Keine Kraft mehr in den Beinen. Immerhin hab ich inzwischen noch 2 Äpfel gegessen und auch ein wenig Cola getrunken. Das es inzwischen wieder über 35 °C hat macht es auch nicht besser.Wir nehmen den Bus nach Riva. In Sarche müssen wir aussteigen und den Bus wechseln, dass aber der zweite Bus nach Riva keine Bikes mitnehmen kann hat uns in Tione keiner gesagt, bezahlt dafür haben wir natürlich. Also heisst es unser Privattaxi in Limone anrufen. Meine Frau Simone holt mich ca. 1 Stunde später ab und bringt mich in unser Hotel am Gardasee. Ich bin so am Ende, dass ich den ganzen Mittag schlafe. Auch eine zwischenzeitliche Abkühlung im See bringt keine Besserung. Michael nimmt den nächsten Bus nach Riva und fährt bei Gegenwind und inzwischen noch grösserer Hitze nach Limone um seinen Alpencross per Bike zu beenden. Gratulation! 38.02 km / 136 hm.
Hier gibt es die GPS - Daten.

Talstation Grostebahn am Morgen. Nicht mehr ganz frisch!