Die dritte Etappe

Am nächsten Morgen war dann erst mal fertig lustig mit dem schönen Wetter. Bei Nieselregen ging es hinauf Richtung Heidelberger Hütte. Die steile Rampe von Ischgl zu Beginn war auch eher suboptimal für die noch kalte Muskulatur. Einige Zeit später oberhalb der Bodenalpe wechselte der Belag von Asphalt auf Schotter. Beim Blick zurück ins Tal war nur noch Regen zu erkennen. Hier oben war es inzwischen trocken. Am Berg hatte der Regen inzwischen aufgehört aber es war immer noch stark bewölkt. Am Übergang in die Schweiz wurden wir aber wieder vom Regen eingeholt. An der Heidelberger Hütte angekommen war klar, dass eine längere Pause angesagt ist. Zuerst einen Teller Käsespatzen und danach noch eine heisse Schoggi wurden vernichtet. Auch kulturell war einiges geboten. Eine Harfespielerin sorgte für das passende Ambiente. Und von der ETH Zürich gab es noch einen Vortrag über Ausgrabungen der ältesten Alpe in der Schweiz. Nach etwa 2 h Unterbruch begannen wir dann den Aufstieg zum Fimbapass. Bei inzwischen einsetzendem Schneefall und kühlem Wind ging es steil, meist schiebend aufwärts. Auf dem Dach unserer Tour auf 2600 m wurden wir auch schon fast wieder hinuntergeblasen. Ein strenger Wind vom Fimbatal wollte uns ins Engadin wehen. Dieser Aufforderung kamen wir zügig nach, auch weil das Wetter jenseits des Passes deutlich besser aussah. Die ersten Meter zu Fuss, dann fahrend wurde der wunderbare Trail gemeistert. Am frühen Mittag erreichten wir dann auch schon Vna mit unserer Pension Arina. Ein uriges Haus aus dem 16. Jahrhundert mit etwa gleich alten Betten. Zum Abendessen dann noch eine grobe Grillwurst mit Kartoffeln. Zum Nachtisch noch eine Engadiner Nusstorte. (27.9 km / 1271 hm)

 

Der Fimbapass, das Dach der Tour.